Auf der Suche nach dem Advent

Im ganzen Alltags- und Lerntrott fanden wir doch einen Termin, um ein bisschen in vorweihnachtliche Stimmung zu gelangen. So machten sich fast 40 Damen und Herrn aus dem TI 3 am 17. Dezember in der vorweihnachtlichen Kälte auf zum Christkindlmarkt beim Belvedere. Das Vergnügen währte ob der tiefen Temperaturen nicht lange, standen ja übliche Herzenswärmer (mit Alkohol) altersbedingt nicht zur Verfügung. So waren alle froh, als wir wieder ins Kolleg fuhren, und freuten sich aufs Abendessen. Das wurde in Gemeinschaftsarbeit zubereitet (Toasts, Obstsalat, Kekse) und in Etappen verspeist. Zwischenzeitlich wurden auch die Nachtlagerstätten eingerichtet. Darauf folgte ein Völkerballspiel im unteren Turnsaal.
Den besinnlichen Teil begannen wir mit einem einfachen Spiel - es hat nämlich nur zwei Regeln: Alle Teilnehmer sitzen in einem Kreis, in der Mitte steht ein Gefäß mit Zuckerl. Jeder darf sich eines nehmen, wenn er der Einzige ist, der aufsteht, und wenn es ganz ruhig ist. Sonst muss er / sie sich wieder hinsetzen. Bei der Planung ließen wir uns von Erfahrungswerten leiten - also etwa zwanzig Minuten für das Spiel. Aber das Ruhigsein und Aufeinanderrücksichtnehmen fiel den jungen Leuten so schwer, dass wir mehr als eine Stunde benötigten, bis alle wenigstens ein Zuckerl hatten. Ein weiteres Gruppenspiel war ein Turmbau aus kleinen Bauklötzen, es kam auf die Höhe des Turmes zu einem bestimmten Zeitpunkt an. Interessant zu beobachten waren die gruppendynamischen Prozesse, die sich dabei entwickelten. Außerdem mussten paarweise Rücken an Rücken sitzend vorgegebene Gebilde aus verschieden färbigem Duplo an Hand verbaler Beschreibungen nachgebaut werden - gar nicht so leicht!
Weitere geplante Aktivitäten fielen der fortgeschrittenen Zeit zum Opfer. Nach der Mitternachtspalatschinke war Schlafenszeit, was einigen nur sehr schwer zu verklickern war. Am nächsten Morgen besuchten wir die Roratemesse und frühstückten mit den anderen Messbesuchern. Ob die Suche nach dem Advent erfolgreich war, muss jeder für sich selbst beurteilen.
Mag. Michael Strobl