Langsam wachs ma zsam

Soziales Wochenende für die TI 3 - SchülerInnen

Durch Neukonstituierung der Klassen in der 7. Schulstufe (Gymnasium mit Latein bzw. Französisch; Realgymnasium) lösen sich auch die Gruppenstrukturen der ersten beiden TI-Jahre auf. Dem wurde Rechnung getragen. Es gibt nun eine Mittelstufe (3., 4. Klasse AHS). Um den jungen Damen und Herren den TI- Einstieg zu erleichtern und einander kennen zu lernen, haben wir ein soziales Wochenende angeboten. Dieses Angebot wurde von 37 SchülerInnen angenommen.
Wir machten uns also am Freitag, den 18. September, am Nachmittag per Bus auf den Weg nach Drosendorf an der Thaya. Dort hatten wir uns in die Jugendherberge eingemietet, die uns im Gesamten samt Sport- und Spielplätzen zur Verfügung stand.
Nach einem herzlichen Empfang durch die Herbergsmutter bezogen wir unsere Zimmer und versammelten uns zur Programmbesprechung.
Schwerpunkte lagen auf dem gegenseitigen Kennen lernen, der Erforschung der Stadt, der Erstellung von Verhaltensregeln für den TI-Alltag und eines Jahresplanes sowie in einem von den Jugendlichen selbst gestalteten Spielenachmittag im Freien und einem Hüttenabend in der Herberge.
Nach dem Abendessen starteten wir mit einer Stadtrallye, bei der auf Grund von Fotoausschnitten Gebäude und Bauwerke identifiziert werden mussten. Danach stand noch ein erstes Brainstorming über unser Zusammenleben im TI auf dem Programm. Bevor die Zimmer zur Nachtruhe aufgesucht werden mussten, sammelten wir noch alle Handys und elektronischen Geräte ab. Das dürfte schon dazu beigetragen haben, dass es nicht endlos dauerte, bis die jungen Herrschaften im Träumeland versanken.
Schwerpunkt am Samstagvormittag war "Unser Zusammenleben im TI". Nach einigen Anlaufschwierigkeiten verlief das Sammeln von Ideen ziemlich produktiv, wenngleich es nicht ganz einfach war, konkrete Beschlüsse zu fassen im Gedanken, sich auch daran halten zu müssen.
Nachmittagsschwerpunkt war selbstgestaltetes Spielen. Unser Arbeitsauftrag an die TeilnehmerInnen lautete: "Nimm ein allen bekanntes Mannschaftsspiel und verändere die Regeln, nach denen dann gespielt wird". Heraus kam ein Kleinfeldfußballspiel, das bei Fouls, Toren etc. mit Würfeln fortgesetzt wurde - jede Zahl bedeutete eine andere Verhaltsregel. Gespielt wurde außerdem auf unorthodoxe Art: Tischtennis, Beachvolleyball und Frisbee.
Darüber hinaus gab es noch einen Parcour mit Kooperationsspielen: "Säuresee", Slackline - Flussüberquerung, Grasschi und "Bombentransport".
Der frühe Abend stand ganz im Zeichen der Vorbereitungen für das Abendessen: belegte Brötchen und Obstsalat. All das wurde ohne gröbere Verletzungen bewältigt und dann mit Appetit verspeist. Für das Abendprogramm boten die jungen Damen und Herren ein buntes Sketch- und Parodieprogramm. Dafür wurden Lehrer imitiert, Sendungen nachgespielt ("Herzblatt") und Witze dargestellt.
Den Abschluss bildeten eine Disconacht und traditionell die selbst gemachten "Mitternachtspalatschinken".
Nach einem spätmorgendlichen Frühstück machten wir uns auf den Weg in die niederösterreichische Landesausstellung in Horn über die Zeit des eisernen Vorhanges. Zusätzliche Ablenkung verlieh uns ein Spieleparcour von "NÖ Familienpass". Als bei der Weiterfahrt wieder die Handys ausgeteilt wurden, waren wir wieder in der Gegenwart angekommen!
Mag. Michael Strobl