"Die europäische Integration ist der richtige Weg - gerade in schwierigen Zeiten"Als Fortsetzung einer Initiative der Professorinnen und Professoren immer wieder Expert/innen zu aktuellen Themen ins Kollegium Kalksburg einzuladen war es der Direktion eine große Freude einen Altkalksburger am Europatag, dem 9. Mai 2011 im gefüllten Tagungsraum bei den 6. und 7. Klassen begrüßen zu dürfen.
Pressetext: OeNB-Vize-Gouverneur Duchatzcek anlässlich des Europatags bei Schuldiskussion "Auch in Krisenzeiten ist es wichtig, die europäische Integration weiter voranzutreiben", betonte der Vize-Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Wolfgang Duchatzcek, am Montag, dem 9. Mai, im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung. Anlässlich des Europatags besuchte Duchatzcek sein ehemaliges Gymnasium, das Kollegium Kalksburg. Begleitet von Paul Schmidt, Leiter der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), stellte sich der Vize-Gouverneur den Fragen der etwa 100 Jugendlichen. Die Diskussion wurde von der ÖGfE organisiert und war das spannende Finale einer Serie, bei der neben Duchatzcek auch die vier Sozialpartner-Präsidenten sowie OeNBGouverneur Nowotny teilnahmen. Duchatzcek fokussierte seinen einleitenden Vortrag vor allem auf zwei Punkte: Zum Einen steht gerade der Schengen-Raum, insbesondere die Frage der übergangsmäßigen Grenzkontrollen, im Blickpunkt. Zum Anderen geht es derzeit insbesondere um die Stabilität der Eurozone. Vor allem letzteres liegt dem Vize-Gouverneur der Nationalbank natürgemäß besonders am Herzen, weshalb Ducahtzcek hervorhob, wie wichtig beispielsweise die Hilfeleistungen für Griechenland seien. "Die Kredite, die Österreich und andere Staaten an Griechenland vergeben, sind keine Geschenke. Sie sind an strengen Bedingungen geknüpft, die die Griechen erfüllen müssen. Die Umsetzung von Reformen geht nicht von heute auf morgen. Andere Beispiele, wie die internationale Finanzhilfe für Polen in den 80er Jahren, zeigen jedoch, dass wir auf dem richtigen Weg sind". Es gelte Geduld zu bewahren, da die Reformen in Griechenland, Irland und Portugal einfach Zeit brauchen. Für Duchatzcek gebe es keine Alternative zu dieser Form der Solidarität. In der weiteren Diskussion interessierten sich die Schülerinnen und Schüler sehr stark für das Thema Bildung: "Wird es in Zukunft freien Uni-Zugang geben?" und "Welche Möglichkeiten gibt es, im europäischen Ausland zu studieren" waren zwei der Fragen zu diesem Thema, bei dem es sehr stark um Stipendien und um Mobilität ging. Gerade in diesem Bereich sieht Duchatzcek auch Eigeninitative gefragt: "Nützt die Chancen, die euch die EU bietet", appellierte er an die Jugendlichen, den Schritt ins Ausland zu wagen. Aber auch alltägliche Probleme wurden besprochen: So konnte am Beispiel der Roaming- Gebühren und der Flugticketpreise gezeigt werden, wo die Bürgerinnen und Bürger im täglichen Leben vom gemeinsamen europäischen Markt profitieren. Kritisch hinterfragt wurde, ob Österreich durch seine EU-Mitgliedschaft nicht zu viel an Souveränität und Selbstständigkeit verloren habe. Vize-Gouverneur Duchatzcek rückte aber auch hier die Vorteile ins Zentrum, die ein gemeinsames Handeln auf europäischer Ebene mit sich bringt. Den Rahmen für diese Diskussion bot die Wanderausstellung "Die EU und DU - Eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft". Diese Ausstellung wurde von der ÖGfE und ihren Kooperationspartnern, dem Außenministerium und der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, ins Leben gerufen und tourt durch Schulen im gesamten Bundesgebiet. Vor allem jungen Menschen soll auf diese Art näher gebracht werden, wer oder was die EU überhaupt ist und welche Chancen sie speziell für Jugendliche bereit hält. Rückblickend kann die ÖGfE mit der bereits zweiten Auflage der Wanderausstellung eine stolze Bilanz ziehen: Seit März 2010 wurden über 50 Schulen und andere Einrichtungen besucht; alleine bei den Diskussionsveranstaltungen wurden rund 5800 Schüler/innen erreicht. Wien, 09.05.2011 |