Wasser in der Bibel

  1. Wasser hat in der Bibel viele Bedeutungen
  2. Wasser kann bedrohung, Untergang und Tod bedeuten, aber auch Leben und Fruchtbarkeit

    Wasser ist daher in der Bibel ein Symbol der vielen Seiten der menschlichen Lebens.

    1.1 Wasser in Bibeltexten

    In der folgenden Tabelle stehen bekannte Biebeltexte, in denen Wasser eine wichtige

    Rolle spielt.

     

    Aufgabe:

    Suche diese Texte in der Bibel.

    Um welche biblische Erzählung handelt es sich? Welche Bedeutung hat Wasser in dieser Erzählung?

     

    Wasser in Bibeltexten:

    Text

    Name der Geschichte

    Bedeutung der Wassers

    Gen 1,1-2,4

       

    Gen 2,4-25

       

    Gen 7,1-8,14

       

    Gen 21,8-19

       

    Ex 2,2-10

       

    Ex 14,1-31

       

    Ex 15,22-27

       

    Ex 17,1-7

    (vgl. Num 20,2-13)

       

    Jos 3,1-17

       

    1 Kön 5,1-19

       

    Ps 1

       

    Ps 69

       

    Ez 47,1-12

       

    Mt 3,1-12

    (vgl. Mk 1,1-11; Lk 4,1-13)

       

     

    1.2 Wasser bei der Taufe

    Welche Wirkungen und Bedeutungen des Wassersspielen bei der christlichen Taufe eine Rolle?

     

  3. Die Darstellung der Wassers auf dem indischen Hungertuch

     

    Der indische Künstler Jyoti Sahi hat ein Hungertuch geschaffen, das 1984 durch Misereor verbreitet wurde. Der Künstler spielt mit dem Licht-, Wasser- und Pflanzenmotiven aus der Bibel un der indischen Kultur. Auch andere Religionen Indiens sind erkennbar. So trägt Christus das hinduistische Om-Zeichen, im Hintergrund ist eine Moschee zu sehen.

    2.1 Die Heilsbedeutung der auf dem Hungertuch dargestellten Personen

    Aufgabe:

    Suche nach den unten genannten Personen, woran sind sie jeweils erkennbar? (Arbeitsbogen)

     

     

     

    Die Heilsbedeutung der auf dem Hungertuch dargestellten Personen

    Aufgabe:

    Suche nach den unten genannten Personen, woran sind sie jeweils erkennbar?

    Person/Personen:

    Erkennbar an:

    Lazarus

     

    Die Kastenlosen/Unberührbaren

     

    Moses

     

    Jesus

     

    Die samaritische Frau

     

    Maria Magdalena

     

     

     

     

     

    Weitere Aufgaben und Fragen zur Deutung der Hungertuchs

    Welche der biblischen Erzählungen über das Wasser (aus der Übung 1.1) sind auch auf dem Hintergrund zu finden?

    Was will Iyoti Sahi mit der Gebärde des Moses ausdrücken?

    Welches ist für Iyoti Sahi die tiefste Bedeutung der Wassers?

    1. Das Buch Jona

    Im biblischen Buch Jona spielt das Wasser eine zentrale Rolle.

    Man hat das Buch der Gruppe der kleinen Prophetem zugeordnet, weil in 2 Könige 14,25 der Prophet Jona, der Sohn der Amittai genannt wird.

    Im Gegensatz zu den anderen prophetischen Büchern enthält es nicht die Prophezeihungen, wohl aber die Berufungsgeschichte Jonas.

    Die Erzählung wird als Rollenspiel gelesen, dabei wird auch hier die Bedeutung des Wassers untersucht.

    Doch zunächst sollen die Schülerinnen und Schüler auf der Israel-Karte die in der Geschichte genannten Städte Tarsis und Ninive suchen und sehen, wo Jona lebte und seine Geschichte spielt.

      1. Die Jona-Geschichte
      2. Rollen: Erzähler

        JHWH (der Herr)

        Jona

        Kapitän

        Matrosen

        König von Ninive

      3. Die außergewöhnlichen Vorfälle in dieser Geschichte und ihre mögliche Bedeutung

    Die Schülerinnen und Schüler sammeln die im Text beschriebenen außergewöhnlichen Vorfälle und ermitteln ihre Bedeutung.

    Zum Beispiel:

     

    Die außergewöhnlichen Vorfälle in der Jona-Geschichte und deren Bedeutung

    Außergewönliche Vorfälle

    Ihre Bedeutung

    Jona muss 1500 km zu Fuß zu der Stadt Nivie ins Reich der Assyrer wandern.
    Die Stadt ist drei Tagesmärsche groß (von Hamburg nach Bremen).

     
       
       
       
       
       
       
       
       
       
       

     

    1. Wasser in der Jona Geschichte

    Welche Bedeutung hat Wasser in der Erzählung von Jona?

    1. Übertragung auf unser Leben

    im folgenden stehen Vorfälle, Erfahrungen und Gefühle aus dem Leben von Menschen, die zu den Phasen der Berufungsgeschichte des Jona gehören. Schüler sollen nun ankreuzen, wo sie eigene Erfahrung wiederfinden. Sie besprechen ihre Überlegungen anschließend in einer Kleingruppe.

    1. Die Flucht
    2. In meiner Umgebung geschieht Unrecht, ich möchte gerne etwas dagegen tun, aber ich darf/will/kann es nicht. Ach, es geht mich eigentlich nichts an, die gehören nicht zu meiner Clique, ich bin nicht dafür verantwortlich, etwas dagegen zu unternehmen.

      Man muss Realist sein. Man kann nicht im Kleinen die Welt verändern. Das ist die Aufgabe der Politik.

      Am Gang der Dinge kann man eh nichts ändern.

      Warum soll ich etwas tun? Ich bin viel zu klein, zu jung: sollen doch besser die anderen etwas sagen, der Gruppenleiter, der Lehrer, derjenige, der älter oder stärker ist als ich.

      Die anderen werden vermutlich fragen: " Warum kümmerst Du Dich darum?"

      Wenn ich eingreife wird es die anderen aggressiv machen, sie werden mich früher oder später ausschließen.

    3. Die Folgen
    4. Ich fühle mich auf der Flucht vor mir selbst. Ich kann mich selbst nicht annehmen. (Ich mag mich selbst nicht mehr leiden). Ich arbeite hart, um nicht über mich selber nachzudenken.

      In mir ist die Hölle los. Ich bin voll innerer Unruhe und finde keine Ruhe mehr.

      Ich hab das Gefühl, nur noch als Schlafwandler zu leben, völlig stumpfsinnig. Ich brauche Drogen, ich bin nicht mehr ich, losgelöst vom leben.

      Ich bin zutiefst deprimiert, alles in mir ist abgestorben, ich fühle nichts. Mein Leben scheint mir sinnlos, wäre ich nur tot.

    5. Die Wiedergeburt
    6. Seit ich der Wahrheit ins Auge sehen darf bzw. sehen kann, kehren meine Kraft und mein Lebensmut zurück.

      Ich konnte mit jemandem meine Schuldgefühle sprechen und fühle mich erleichtert.

      Ich bin noch ängstlich, höre aber lieber auf die Stimme meines Gewissens als mich zuzudröhnen.

      Ich muss nicht alles auf einmal können, wenn es mir nur gelingt einen ersten Schritt zu machen, dann ist das schon gut.

      Es kommt nicht alles aus meiner Kraft, es kommt auch von Gott, er verlangt nichts Übermenschliches von mir.

    7. Der Übermut
    8. Ich fühle mich nun stark und kann die Wahrheit sagen.

      Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, ängstlich gewesen zu sein alles ist so einfach.

      Verlierer haben selber Schuld. Ich bin für die Einführung der Todesstrafe.

      Gott belohnt das Gute und bestraft die Sünde so gehört es sich auch.

    9. Die zweite Umkehr

    Ich suche den Splitter im Auge des anderen und sehe den Balken in meinem Auge nicht.

    Urteile nicht, dann wirst du auch nicht verurteilt werden.

    Wenn ich so erzogen worden wäre wie manch anderer was wäre dann aus mir geworden?

    Manches zu vergeben übersteigt meine Kraft, aber ich muss Gott Raum geben, so groß (in mir) zu sein, dass es doch möglich ist.

    Ich muss Gott Raum geben, dass Er wirken kann und Er mich zu meinem wahren Ich führt.

    1. Jona im Neuen Testament

    Lies: Mt 12, 38-41 Mt 16,4 Lk 11, 29-30,32

    Fragen:

    In allen drei Texten geht es Jesus um ein Zeichen, das er geben wird und das dem ähnlich ist, das Jona erfahren hat. Inwiefern sind diese Zeichen Jesu mit denen zu vergleichen, die Jona erfahren hat?

    Was meint Jesus mit diesen Zeichen?

    Vorlage: B. ten Berge (Delft)

    (Übersetzung: S. Backes / A. Oettel)

    Bilder:

    Kaspar David Friedrich (Mönch am Meer und Hungertuch (Misereor)

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